ALSA: Best Config is No Config
Nach einigen Problemen mit dem angelöteten Frontpanel-Ausgang an meiner guten, alten Audigy 2 musste ich nun doch zurück zur Semi-Onboard-Lösung greifen und habe die beim Board mitgelieferte Pseudo-X-Fi eingebaut. Da das Teil kein Hardware-Mixing unterstützt musste ich meine /etc/asound.conf bearbeiten, um korrektes Upmixing inkl. dmix zu bekommen.
Das Erstaunliche dabei: es funktioniert am besten gänzlich ohne /etc/asound.conf ![]()
Out-of-the box, inkl. korrektem Upmixing von Stereo auf 5.1. Hier also der Tip bei Problemen mit aktuellem ALSA und vorhandener Config: vielleicht einfach mal ohne probieren...
Netbox Fan-Mod
Mehr Kühlung kann die NetBox-nT330i aus dem Hause Foxconn gut gebrauchen: im Auslieferungszustand liegen die Temperaturen im Idle unter Xorg bei ca. 35°C für den Atom 330 und ca. 41°C auf der NVIDIA ION GPU.
Der Umstand des laufenden Xorg ist hier nicht zu vernachlässigen: ein bloßes Laden des nvidia-Moduls lässt den Grafikchip scheinbar nicht runtertakten - erst eine richrige Xorg-Instanz bewirkt das. Die CPU unterstützt kein Frequency Scaling und läuft daher immer mit Volldampf.
Wenn man die Box als HTPC verwenden möchte, stört einen der schon im Idle relativ hoch drehende, kleine Lüfter enorm - mal ganz davon abgesehen, dass die Temperaturen unter Last (HD-Videos per vdpau) kritische Bereiche anschneiden (~46°C CPU, ~70°C GPU) . Es besteht also Handlungsbedarf - hooray, ein Grund zum Basteln!
Da die Halterung für die ab Werk verbaute Kühler-Lüfter-Kombination proprietär zu sein scheint, scheidet ein Austausch der beiden aus. Die Wärmeleitpads hatte ich gleich zu Beginn durch Arctic MX-3 ausgetauscht, was aber nur leichte Verbesserungen brachte (~1°C). Neben der Idee, durch zusätzliche Kupferplättchen die Wärmeübertragung zum Standardkühler zu verbessern bleibt also nur die Verbesserung der Frischluftzufuhr: Case Modding.
Nach diversen Versuchen mit kleinen 8er Bohrungen auf der Oberseite des Gehäuses (siehe Löcher mit Klebestreifen) habe ich nun mit großem Geschütz in Form eines alten 120mm CoolerMaster-Lüfters, der für den Einsatz im PC-Case zu schwach, aber dafür recht leise war, Erfolg. Durch die komplett ausgesägte Öffnung in der Oberseite wird nun genügend kühle Luft angesaugt, die nebenbei auch noch Platte und RAM kühlt. Befestigt habe ich das Ding mit den üblichen Senkkopfschrauben von Innen.
Die Temperaturen bleiben auch unter Last mit 26°C CPU und 31°C GPU so niedrig, dass der integrierte Lüfter nur noch selten anspringt, und die verbaute Platte bleibt ebenfalls unter 32°C.
Den ohnehin schon recht leisen CoolerMaster-Lüfter betreibe ich an einem der rückseitigen USB-Ports, wo er aufgrund der Spezifikationen mit lediglich 100 mA laufen muss und daher auch nicht seine maximale Drehzahl erreicht - praktisch lautlos.
So betreibe ich das Ding unter Arch mit XBMC als MediaCenter, und umgebauter XBOX-Fernbedienung.
Gelöschte Fotos – Photorec TTR!
Eigentlich hätte jetzt schon ein Post zu einem weiteren Hardware-Mod folgen sollen. Leider hat mir gtkam kurzfristig einen Strich durch die Rechnung gemacht:
Wählt man in gtkam mehrere Bilder zum Transfer von der Digitalkamera aus, und existiert im Zielordner bereits die erste Datei, so erscheint eine Warnmeldung, die auf selbige hinweist.
Der naive müde Anwender nimmt instinktiv an, die restlichen Dateien seien transferiert worden - sind sie aber nicht! Anscheinend bricht gtkam in solch einem Fall den gesamten Transfer ab, was ich leider nicht bemerkt und die Bilder daher von der Kamera gelöscht hatte.
Gottseidank gibt es für solche Fälle photorec (meist im testdisk Paket enthalten): es scannt Partitionen oder wahlweise gante Datenträger und führt auf einer Signatursuche basierend Wiederherstellungen durch. Recht komfortabel, mit Interface à la cfdisk. Damit waren die Bilder umgehend wieder da
365 Tage Uptime
Happy Birthday, vServer: heute vor einem Jahr wurdest Du erstellt und gebootet.
[alex@vserver ~]$ uptime 23:07:56 up 365 days, 1:26, 1 user, load average: 0.00, 0.00, 0.00
Seit damals war - auch für sämtliche Konfigurationsorgien - kein einziger Reboot notwändig. Auch wenn das bei einer XEN-VM wie Dir recht schwer zu messen ist, zeigt mein Tracking der Pakete auf den Netzwerkschnittstellen keine Sprünge oder Unstimmigkeiten.
Auf das nächste Jahr ohne Reboot!
Lighttpd und MIME types unter Debian
Bei einer Standard-lighttpd-Installation unter Debian Lenny fehlen in der automatisch generierten MIME-assignment-Liste[1] einige wichtige Einträge, z.B. für .gz oder .bz2. Das führte bei meinem Arch Repo auf tuxed.org dazu, dass in der HTTP-Response diverse Header fehlten, u.A. Last-Modifed.
Über diesen entscheidet aber pacman, ob sein gespeicherter Index für das betreffende Repo noch aktuell ist oder neu geladen werden muss. Fehlt der Header, so zieht pacman den Index jedes Mal neu, was auf Dauer ziemlich nervt.
Kurios dabei ist, dass die generierte Liste weit über 400 (!!) Einträge umfasst - wie um Himmels Willen bekommt man eine so lange Liste zustande, ohne gzip oder bzip2 einzuschließen??
Ich bin mir nicht sicher, ob sich das als Packaging-Bug ansehen lässt, werde bei Gelegenheit weiter nachforschen und evtl. einen Bugreport erstellen.
Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an Schnouki, der mir die Erleuchtung bescherte.
[1] /usr/share/lighttpd/create-mime.assign.pl
XBOX 360: RROD, Fix und Folgen (R.I.P.es)
Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, von einem Freund eine gebrauchte XBOX 360 Core zu erwerben. Meine alte XBOX der ersten Generation tat seit Langem gute Dienste an Silvester oder Filmeabenden, und so entschied ich mich, das gute alte Ding in die wohlverdiente Rente zu schicken und in der Konsolengeneration voranzuschreiten.
Da die neue Konsole in der Core-Version nur mit 20GB HDD und einem Controller verkauft wird, besorgte ich mir auch gleich einen zweiten Controller und eine 250GB Platte von Western Digital, die ich nach HowTo XBOX-tauglich flashen konnte - die Halsabschneiderei seitens Microsoft war damit umgangen.
Leider hatte ich nicht lange Freude an der Konsole - nach Installation des ersten Spiels auf der neuen HDD zeigte sich der sagenumwobene Red Ring of Death.
Nach einigen Google-Orgien und Rücksprache mit dem Vorbesitzer öffnete ich die Konsole (HowTo), zog die Klammern für CPU- und GPU-Kühler nach und wandte gleich noch den Baking-Fix und Fan-Shroud-Mod an. Und da ich mit überhitzenden Rechnerkomponenten leider schon oft zu tun hatte, ging ich auf Nummer sicher und rückte der armen Konsole noch mit Kneifzange zu Leibe, um den Strom der Abluft zu verbessern.
Leider alles umsonst, wie sich nach kurzer Zeit zeigte: die Konsole friert nach ca. 5-10 Minuten Uptime ein, unabhängig von Belastung oder Art der Nutzung. Weder Netzteil noch Kühlkörper werden nennenswert warm, und die Lüfter bleiben auf niedrigster Geschwindigkeit - ich schätze ich habe den armen Chip zu lange gebacken und ihm damit den Todesstoß versetzt
Bye, XBOX 360, es hat wohl nicht sollen sein. Aufheben werde ich das Teil wohl trotzdem - und wenn nur für verspielte Bastlereien an verregneten Sonntagnachmittagen. Die Controller lassen sich glücklicherweise auch am PC als Gamepad nutzen, und die 250GB HDD kann ich in eine andere Konsole packen, sobald ich das Backup der Original-Firmware finde...
Von Effizienz auf dem Desktop
Mal wieder hat mein Desktop-Wechsel-Sinus den Minimalismus-Quadranten erreicht und ich bin bei Awesome gelandet. Seit ca. einem Jahr verwende ich es auf der Arbeit, und auf meinem Netbook habe ich einen Tiling-WM (ja ich weiß, Awesome ist "nicht nur ein Tiling-Windowmanager") schätzen gelernt.
Treibender Motor des Wandels war in letzter Zeit das Gefühl, ständig mit etwas beschäftigt zu sein, das eigentlich der Window Manager (möglichst unbemerkt) übernehmen sollte: "Window Managing" ![]()
Dahingehend stimme ich mit der Philosophie der Awesome-Entwickler überein: meine Aufmerksamkeit sollte eigentlich möglichst vollständig den Anwendungen gelten, und nicht der Verwaltung von deren Fenstern.
Langsam aber sicher zieht sich jetzt unweigerlich und trotz intensiver Bemühungen von Gegenwirkung die Toolkit-Frage nach. Unter KDE hielten mich noch die sowieso geladenen Runtime-Bibliotheken bei QT-Anwendungen - dieser Vorteil ist nun nicht mehr da. Eine kurze Bilanz ist eigentlich eindeutig:
- Browser: Chromium --> GTK
- Mailclient: Thunderbird --> GTK
- IDE (selten): Eclipse --> GTK
- Audio Player: Clementine --> QT4
Als Filemanager könnte ich mir statt Dolphin genauso Thunar oder Nautilus vorstellen, mal testen. Die Kombination von XFCE-Komponenten mit Awesome hat mir schon in der Vergangenheit gut gefallen.
Bug des Monats: USB Autosuspend am Keyboard
Beim Einrichten meiner neuen Awesome3-Umgebung (ja es ist mal wieder soweit, Post folgt) störten mich scheinbar zufällig auftretende Lags: beim Tippen in ein neu fokussiertes Textfeld dauerte es ca. bis zum 4. Zeichen, bis die Eingaben angezeigt wurden - danach ging es flüssig weiter.
Erhellung brachte durch Zufall die später aktivierte Tastaturbeleuchtung: nach ca. 3 Sekunden ohne Eingabe ging selbige aus, was mich auf die zündende Idee brachte: USB Suspend.
In meiner /etc/rc.local aktiviere ich für alle USB-Geräte außer Maus und Aquaero den Auto Suspend:
# # /etc/rc.local: Local multi-user startup script. # # handle usb autosuspend echo "-1" > /sys/bus/usb/devices/5-2/power/autosuspend echo "-1" > /sys/bus/usb/devices/4-2/power/autosuspend echo "-1" > /sys/bus/usb/devices/8-1.1/power/autosuspend for F in /sys/bus/usb/devices/*/power/control; do echo "auto" > $F done
Die Tastatur hatte ich bisher nicht bedacht - fixed. Dass mir der Lag die ganze Zeit under KDE nie aufgefallen ist, gibt zu denken...
Umstrukturierungen
Um meinen Projekten eigene Seiten geben zu können, habe ich das Blog in eine eigene Subdomain verschoben. Momentan leitet ein 301-Redirect noch alles weiter, sobald die neuen Seiten stehen werde ich die Weiterleitung auf die RSS-Feeds beschränken.
“error count” in ext4
Gestern verursachte ein defektes SATA-Kabel ein paar I/O-Errors auf einem ext4-Volume:
kernel: ata4: hard resetting link kernel: ata4: hard resetting link kernel: ata4: hard resetting link kernel: ata4: limiting SATA link speed to 1.5 Gbps kernel: ata4: hard resetting link kernel: ata4: SATA link up 1.5 Gbps (SStatus 113 SControl 310) kernel: ata4.00: failed to IDENTIFY (I/O error, err_mask=0x100) kernel: sd 3:0:0:0: [sdc] Unhandled error code kernel: sd 3:0:0:0: [sdc] Result: hostbyte=0x04 driverbyte=0x00 kernel: sd 3:0:0:0: [sdc] CDB: cdb[0]=0x28: 28 00 6d 9e 5a 40 00 00 80 00 kernel: sd 3:0:0:0: [sdc] Unhandled error code kernel: sd 3:0:0:0: [sdc] Result: hostbyte=0x04 driverbyte=0x00 kernel: sd 3:0:0:0: [sdc] CDB: cdb[0]=0x28: 28 00 6d 9e 5a 40 00 00 08 00 kernel: sd 3:0:0:0: [sdc] READ CAPACITY(16) failed kernel: sd 3:0:0:0: [sdc] Result: hostbyte=0x04 driverbyte=0x00 kernel: sd 3:0:0:0: [sdc] Sense not available. kernel: sd 3:0:0:0: [sdc] READ CAPACITY failed kernel: sd 3:0:0:0: [sdc] Result: hostbyte=0x04 driverbyte=0x00 kernel: sd 3:0:0:0: [sdc] Sense not available. kernel: sdc: detected capacity change from 1000204886016 to 0
Nach dem Austausch und anschließendem fsck tauchte im Log immer noch periodisch folgende Meldung auf, was mich irritierte:
kernel: EXT4-fs (dm-13): error count: 2 kernel: EXT4-fs (dm-13): initial error at 1294001951: __ext4_get_inode_loc:4929: inode 78512129: block 314048544 kernel: EXT4-fs (dm-13): last error at 1294001953: ext4_find_entry:922: inode 61734943
Entwarnung fand ich auf der KML in einem Post von ext-Godfather Theodore Ts'o, der von einem im Superblock abgespeicherten Error-Log als neuen ext4-Feature berichtet. Selbiges wird erst ab Version 1.41.13 der e2fsprogs nach erfolgreichem Check wieder bereinigt - ein kurzer Blick mit Pacman zeigt mir 1.41.12-2 auf meinem System
Typisch Arch: ca. eine Minute später meldet sich mein Update-Cronjob mit e2fsprogs-1.41.14-1







