Von Effizienz auf dem Desktop

Mal wieder hat mein Desktop-Wechsel-Sinus den Minimalismus-Quadranten erreicht und ich bin bei Awesome gelandet. Seit ca. einem Jahr verwende ich es auf der Arbeit, und auf meinem Netbook habe ich einen Tiling-WM (ja ich weiß, Awesome ist “nicht nur ein Tiling-Windowmanager”) schätzen gelernt.

awesome 3.4.9

Treibender Motor des Wandels war in letzter Zeit das Gefühl, ständig mit etwas beschäftigt zu sein, das eigentlich der Window Manager (möglichst unbemerkt) übernehmen sollte: “Window Managing” ;)
Dahingehend stimme ich mit der Philosophie der Awesome-Entwickler überein: meine Aufmerksamkeit sollte eigentlich möglichst vollständig den Anwendungen gelten, und nicht der Verwaltung von deren Fenstern.

Langsam aber sicher zieht sich jetzt unweigerlich und trotz intensiver Bemühungen von Gegenwirkung die Toolkit-Frage nach. Unter KDE hielten mich noch die sowieso geladenen Runtime-Bibliotheken bei QT-Anwendungen – dieser Vorteil ist nun nicht mehr da. Eine kurze Bilanz ist eigentlich eindeutig:

Als Filemanager könnte ich mir statt Dolphin genauso Thunar oder Nautilus vorstellen, mal testen. Die Kombination von XFCE-Komponenten mit Awesome hat mir schon in der Vergangenheit gut gefallen.

Thunderbird 3 unter KDE 4

Déjà-vu: Back to Thunderbird, diesmal unter KDE und von KMail aus ;)

Nach immer mehr Frust über die IMHO lausige IMAP-Anbindung in KMail (aus KDE-SC 4.4.6) und dem immer noch nicht erschienenen PIM-Teil von KDE SC 4.5 bin ich wieder zu Thunderbird gewechselt. Hier mein Setup, inkl. etwas Handarbeit bei der KDE-Integration.

Theme

OxyBird 2, verwendet Oxygen-Icons

Mail-Notifications

Der etwas haarigere Teil. Nach diversen getesteten Plugins bin ich bei folgender Kombination gelandet: Mailbox Alert, eingestellt einen eigenen Wrapper aufzurufen (tb-notify.sh %sender %subject). Selbiger sieht dann so aus:

#!/bin/bash
 
# notification-wrapper for Thunderbird under KDE
 
SOUND="/usr/share/sounds/KDE-Im-New-Mail.ogg"
PLAYER="/usr/bin/ogg123"
ICON="/usr/share/icons/oxygen/48x48/status/mail-unread-new.png"
 
$PLAYER "$SOUND" &>/dev/null &
notify-send -u normal -i "$ICON" "$1" "$2"
 
exit 0

Sonstige Plugins

Config-Tweaks (about:config)

  • mail.server.default.archive_granularity = 0
    Unterbindet das Erstellen von Unterordnern im Archiv.
  • mail.tabs.autohide = 1
    Tabs nur anzeigen wenn mehr als eins vorhanden.

Bessere Performance für Plasma auf nVidia-Karten

Zur Verbesserung der Performance von Plasma auf nVidia-Karten gibt es unzählige, teils widersprüchliche, Hinweise und Konfigurationen in den Wikis aller größeren Distributionen. Nach langem Ausprobieren der verschiedensten Settings hier die für mein Setup (nVidia GeForce Go 7600, KDEmod 4.1.3, Xorg 1.5.3 (7.4)) besten (xorg.conf):

Section "Device"
    (...)
    Option         "NvAGP"                    "1"
    Option         "RenderAccel"              "true"
    Option         "TripleBuffer"             "true"
    Option         "PixmapCacheSize"          "300000"
    Option         "OnDemandVBlankInterrupts" "true"
EndSection

Des weiteren sind in den Systemsettings unter KDE der Texturmodus auf “Textur aus Pixmap”, der Filter auf “Bilinear” und “Direktes Rendering” zu setzen. Wer möchte kann noch VSync aktivieren, was aber meiner Erfahrung nach ~2-3% mehr CPU-Power im Leerlauf verursachen kann.

Nun kommt der wichtigste und effektivste Teil, die Treibereinstellungen mittels nvidia-settings (das entsprechende Paket muss installiert sein, meist nvidia-utils).

Ein einfaches

nvidia-settings -a InitialPixmapPlacement=2 -a GlyphCache=1

bewirkt nun den deutlich spürbaren Performance- und Stabilitätsgewinn gegenüber der Standardeinstellung. Das kommando muss nach jedem reboot neu aufgerufen werden und sollte daher in keiner .xinitrc fehlen :)