Mal wieder hat mein Desktop-Wechsel-Sinus den Minimalismus-Quadranten erreicht und ich bin bei Awesome gelandet. Seit ca. einem Jahr verwende ich es auf der Arbeit, und auf meinem Netbook habe ich einen Tiling-WM (ja ich weiß, Awesome ist “nicht nur ein Tiling-Windowmanager”) schätzen gelernt.
Treibender Motor des Wandels war in letzter Zeit das Gefühl, ständig mit etwas beschäftigt zu sein, das eigentlich der Window Manager (möglichst unbemerkt) übernehmen sollte: “Window Managing” ![]()
Dahingehend stimme ich mit der Philosophie der Awesome-Entwickler überein: meine Aufmerksamkeit sollte eigentlich möglichst vollständig den Anwendungen gelten, und nicht der Verwaltung von deren Fenstern.
Langsam aber sicher zieht sich jetzt unweigerlich und trotz intensiver Bemühungen von Gegenwirkung die Toolkit-Frage nach. Unter KDE hielten mich noch die sowieso geladenen Runtime-Bibliotheken bei QT-Anwendungen – dieser Vorteil ist nun nicht mehr da. Eine kurze Bilanz ist eigentlich eindeutig:
- Browser: Chromium –> GTK
- Mailclient: Thunderbird –> GTK
- IDE (selten): Eclipse –> GTK
- Audio Player: Clementine –> QT4
Als Filemanager könnte ich mir statt Dolphin genauso Thunar oder Nautilus vorstellen, mal testen. Die Kombination von XFCE-Komponenten mit Awesome hat mir schon in der Vergangenheit gut gefallen.

