Vergangenen Herbst hatte ich ja schon mal den Einsatz von ownCloud als BYOS Dropbox-Ersatz getestet und kurz darüber berichtet. Damals kam ich zu dem Schluss, dass auf Client-Seite noch zu viele Kinderkrankheiten bestehen.
Da mittlerweile nun sogar schon Produktivinstanzen mit mehr als 35.000 Nutzern gefahren werden (TU Berlin, Quelle: Heise Online), habe ich einen neuen Versuch unternommen.
Verwendet habe ich auf Server-Seite ownCloud 5.0.6, auf meiner Workstation den owncloud-client 1.2.5-1, basierend auf ocsync-0.70.7-1, beides aus dem AUR.
Auf dem Server lief alles genau so reibungslos wie bei meinem letzten Test, keine Fehler in den Apache-Logs. Einzig bei der Installation wird trotz manuell geändertem Pfad für das Data-Folder noch erzwungen, dass der Standardpfad existiert – stört aber nicht weiter. Ich bin übrigens ziemlich paranoid bzw. restriktiv beim Setzen der Ordner-Rechte und -Besitzer, man wird den Schönheitsfehler (wenn es denn einer ist) bei einer Standardinstallation wahrscheinlich nicht mal bemerken.
Der Client scheint seine Probleme soweit ich bisher beurteilen kann losgeworden zu sein:
- keine Unmengen Debugging-Output mehr
- QT-Eingabefelder im Setup-Dialog verlieren ihren Inhalt nicht mehr
- selbst signierte SSL-Zertifikate können nach Bestätigung eines entsprechenden Dialogs dauerhaft akzeptiert werden
- keine unverständlichen Konflikte mehr
Dementsprechend wächst auch das Access-Log des Servers nicht mehr so schnell.
Soweit also ein für den Produktiveinsatz geeigneter Zustand, ich werde weiter testen und über etwaige Erfahrungen berichten.